Kaarst/Meerbusch: Regionalexpress (RE7) verunglückt bei Meerbusch-Osterath.

Am gestrigen Dienstag gegen 19:30 Uhr war der Zug der Marke Talent 2 auf einen sich auf der Strecke stehend befindenden DB-Cargo Güterzug aufgefahren. Laut Angaben einer Bahnsprecherin gestern Nacht ging man zunächst von fünf bis zehn Verletzten aus, die Bundespolizei NRW jedoch sprach von 45 Verletzen.
 
Schlimmeres verhinderte offensichtlich der Triebwagenführer, der aus einer vermutlichen Geschwindigkeit von 120-130 km/h heraus eine Schnellbremsung einleitete und aus dem Führerstand heraus nach hinten in den Fahrgastraum eilte um die Passagiere in die hinteren Bereiche des Zuges zu „scheuchen“. Vermutlich hat er dadurch sich und vielen seiner Fahrgäste das Leben gerettet. Ein Sprecher der Feuerwehr betonte, dass dieses Unfallereignis „sicher Potential für Schlimmeres“ gehabt hätte.
 
Warum der Güterzug sich auf der Strecke befand ist, nach wie vor noch unklar, die polizeilichen Ermittlungen dauern an.
 
Alle umliegenden Krankenhäuser haben in den Notbereitschaften alle derzeit 47 Verletzte, davon drei Schwerverletzte aufgenommen und werden derzeit behandelt. Nichtverletzte Passagiere wurden zunächst in einer nahegelegenen Sporthalle untergebracht, die Q1 Tankstelle in der Meerbuscher Straße wurde zur Anlaufstelle für Angehörige der Unfallopfer hergerichtet.
 
Die Bahnstrecke zwischen Krefeld und Neuss wird aller Voraussicht nach noch länger gesperrt bleiben. Neben dem Abtransport der teilweise schwer demolierten vorderen Wagen, sowie den entgleisten und der Böschung herabgerutschten hinteren Zugteilen ist laut Feuerwehrsprecher ein erheblicher Flurschaden entstanden.
 
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sowie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ließen bereits gestern Abend baldige Genesungswünsche auf verschiedenen Kanälen übermitteln.
 
 
 

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