Native Flashradio V4

Straßen.NRW kämpft gegen Demographie und sucht über 1000 neue Mitarbeiter

VonRadioKaarst

Straßen.NRW kämpft gegen Demographie und sucht über 1000 neue Mitarbeiter

Gelsenkirchen (Gelsenkirchen, Germany)/ Kaarst (Kaarst, Germany).
Den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen – Straßen.NRW. kennt man bestenfalls von den großen Schildern an Autobahnbaustellen, die uns freundlich darauf hinweisen, wie lang man sich zukünftig noch mit den Behinderungen auf der Straße arrangieren muss, oder auch, wie viele Millionen Euro in dieses oder jenes Projekt geflossen ist oder noch fließen wird. Ist eine Baustelle dem Einen jedoch ein Ärgernis, ist sie dem Anderem ein Zeichen von Fortschritt, von Bewegung und Erschließung neuer Wege; von den Machern der Infrastruktur in NRW. Und genau von denen gibt es seit einigen Jahren viel zu wenige.
 
Brücken bauen, Straßen planen oder die Strecken auf ihre Sicherheit überprüfen – abwechslungsreicher und vielfältiger ist kaum ein Arbeitgeber. Genau genommen – „würde man Straßen.NRW als Ingenieurbüro bezeichnen – wäre es das größte Ingenieurbüro im Bundesgebiet überhaupt“, schwärmte Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin von Straßen.NRW heute Morgen in der Autobahnmeisterei 

Kaarst. Zum Auftakt der neuen NRW-weiten Nachwuchs-Werbeaktion war sie Gastgeberin zur Informationsveranstaltung an der Neersener Straße.

Straßen.NRW suche nicht nur einfach Techniker, Ingenieure oder Straßenwärter, so Sauerwein-Braksiek, sondern man suche „Wegfreimacher, Möglichmacher, oder Inbewegungbringer“.
 
Im Auftrag von Bund und Land investiert der Landesbetrieb derzeit jährlich knapp 1 Mrd. Euro in den Ausbau, die Erhaltung und die Vernetzung der nordrhein-westfälischen Infrastruktur. Tendenz steigend, denn die Auftragsbücher sind voll. Um die zahlreichen Aufgaben beginnend bei der Straßenplanung, über den Bau, der Sanierung bis hin zur Straßenerhaltung und Straßensicherheit auch zukünftig noch stemmen zu können, sucht Straßen.NRW Nachwuchs. „Durch verschiedenste Gründe konnten wir die Personaldichte bis 2014 kaum steigern, ganz im Gegenteil. Durch Renten- und Pensionseintritte, Krankheiten oder schlichtweg Wegzug der Mitarbeiter war der Mitarbeiter-Netto-Wachstum eher rückläufig“. Dieser hauptsächlich demographische Abgang – so berichtet die Direktorin des Landesbetriebes – sei bis 2022 ein tiefgreifendes Manko innerhalb ihrer Dienststellen. Allein in den nächsten 5 Jahren werden knapp 600 Mitarbeiter aller Berufe die Regelaltersgrenze erreichen und aus dem Dienst des Straßen.NRW ausscheiden. Derzeit beschäftigt der Landesbetrieb Straßenbau um die 5700 Mitarbeiter. Zieht man nun die Renteneintritte und die gewöhnliche Fluktuation eines Arbeitgebers ab, werden in den nächsten 10 Jahren knapp 2000 Mitarbeiter weniger für die Infrastruktur des Einwohner reichsten Bundeslandes tätig sein.

 
Um den steigenden Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern auch auf Grund steigender Auftragszahlen und steigendem Auftragsvolumen überhaupt zu stemmen, ist es Ziel, pro Jahr mehr als 100 neue Mitarbeiter zu rekrutieren, zusätzlich zu den Austritten, versteht sich. Auch zusätzlich hat die Landesregierung 50 neue Planstellen freigegeben, die selbstverständlich besetzt werden sollen. Sauerwein-Braksiek zeigt sich durchweg optimistisch diese Einstellungszahlen zu erreichen, denn Straßen.NRW stünde den sogenannten Top-Arbeitgebern der Ingenieurs- und Baubranche keineswegs nach. Sie habe erkannt, dass „gerade junge Menschen die Work-Life-Balance für sich entdeckt haben“. Daher lege das Land NRW besonders viel wert auf flexible Arbeitszeiten, Telearbeit, mobile Arbeitsplätze, Teilzeitmodelle und warte mit einem umfangreichen Angebot von gesundheitsfördernden Aktionen auf, die bereits greifen bevor jemand ernsthaft und längerfristig erkrankt. Neben Rückenschulen, Kurse und Informationen zu gesunder Ernährung, sowie diversen Sportangeboten ist es der Direktorin äußerst wichtig, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im „Unternehmen Straßen.NRW“ nicht nur eine leere Worthülse ist. Hier wurde ein Familienservice eingerichtet, der „unseren Mitarbeitern mit Rat und Tat zur Seite steht, sofern sich ein Bedarf abzeichnet.“ Aber auch Standortgarantien – auch im Zuge der Umstrukturierungen der Behörde in den nächsten Jahren (Transfer der Aufgaben und Mitarbeiter in die Infrastruktur-Gesellschaft des Bundes) – sind ein wichtiges „Pro“ für den Dienst beim öffentlichen Träger. Und Arbeit gibt es defintiv genug, so Elfriede Sauerwein-Braksiek. Sicher ist der Arbeitsplatz allemal.
 
Doch wen, oder besser, welche Berufsbilder werden denn nun gesucht? „Wir suchen fast jedes Berufsbild, das man sich eigentlich vorstellen kann. Wir suchen junge Menschen mit Hauptschulabschluss die beispielsweise eine Ausbildung zum Straßenerhaltungsdienst absolvieren wollen. Wir suchen den Realschüler für den Beruf des Bürokaufmanns, des IT-Kaufmanns, auch für den Verwaltungsangestellten, wir suchen Abiturienten für ein duales Studium zum Bauingenieur, Vermessungswesen, Software und Systemtechniker oder für die Ausbildung zum Land- und Baumaschinen-Mechatroniker, Fachkräfte für Straße- und Verkehrstechnik, Baustoffprüfer. Straßen.NRW sucht den Berufswechsler beispielsweise auch in den Berufsbildern des Geomatikers, des Winterdienstlers oder in der Gehölzpflege, Brückenbau-Ingenieure, und und und.“ Wahrlich ist die Liste der zu besetzenden Berufsbilder des Landesbetriebs erschlagend und daher eine perfekte Chance seinen Traumberuf beim Land NRW zu erlernen oder seine Karriere voran zu bringen. Es werden eben nicht nur die Hochschul-Absolventen rekrutiert, sondern es sollen auch berufserfahrene Mitarbeiter ihr Wissen und ihre Fachkompetenz in den Betrieb mit einbringen.
 
Die Wege zur Nachwuchswerbung sind vielleicht nicht neu, aber sicherlich durch die ab heute plakative Präsenz der Kampagne ein Garant für einen Erfolg, der die Lücken in der Personaldecke auffangen kann und wird. Knapp 2000 Dienst- und Betriebsfahrzeuge werden in den nächsten Tagen mit entsprechender Werbung beklebt, Messen werden besucht und ein besonderer Augenmerk gilt den sozialen Medien. Wo sonst, als auf Twitter, Facebook oder In-App-Präsenzen erreicht man heutzutage junge Menschen? Sicherlich nicht in der klassischen konservativen Stellenanzeige in der täglichen Printmedie. Alles in Allem verweist die Nachwuchswerbung für Straßen.NRW jedoch auf das Herzstück der Kampagne „NRW verbinden“, die ihren Start bereits 2017 verzeichnete: unter www.nrw-verbinden.de sind alle vakanten Stellen aufgelistet. Aber auch reine Initiativbewerbungen sind mehr als gern gesehen. Am Ende „geht es darum einen geeigneten Bewerber mit der für ihn perfekten Stelle zu besetzen – nicht anders herum“.
 
Wer also noch auf Traumjob-Suche ist, oder bei den Auswahlverfahren zu einer Wunsch-Ausbildungsstelle kein Glück hatte, der ist herzlich eingeladen – ja sogar aufgefordert – die Internetpräsenz von Straßen.NRW zu durchstöbern. Auch wenn bei einer Vielzahl der aufgefürhten Ausbildungsplätze ein Bewerbungsschluss bereits verstrichen ist: das Auswahlverfahren läuft noch eine Weile. Wer glaubt, sich in einem der Berufe wieder zu finden, der möge sich auch jetzt noch bewerben.
 
In den nächsten Wochen und Monaten wird Straßen.NRW also nichts unversucht lassen um qualifizierte Mitarbeiter zu finden, oder talentierten jungen Menschen den Weg zu ebnen eine spezialisierte Fachkräften zu werden – und das in ganz NRW.
 
Das ist deine Chance! Worauf wartest DU?
 
*tb
 
#straßennrw #nachwuchswerbung #nachwuchsbedarf #personalbedarf #ausbildungsplätze #freiestellennrw #öffentlicherdienst #möglichmacher #wegfreimacher #inbewegungbringer #ingenieur #kaufmann #straßenbau #freiestellen #nrwverbinden #radiokaarst #onlineradio #webradio #webradioplayer

Teilen:

Über den Autor

RadioKaarst administrator