Weniger Kriminalität in Kaarst und im Rhein-Kreis Neuss

Neuss. Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss sinkt, Aufklärungsrate steigt.

Nicht ohne Stolz auf seine Kreispolizeibehörde Neuss berichtete Landrat und Leiter der Behörde, Hans-Jürgen Petrauschke, in seinem Lagebericht der Kriminalität 2017 für den Kreis am 08.03.2017 in Neuss. Mit 28.251 registrierten Straftaten sei der niedrigste Wert der letzten 10 Jahre erreicht worden und dies läge keineswegs an sinkender Bereitschaft der Bevölkerung die Polizei zu informieren, sobald etwas negativ auffiele. Ganz im Gegenteil, denn es sei immer mehr Sensibilität innerhalb der Bevölkerung zu spüren. Jeder noch so kleine Hinweis aus den Reihen der Mitbürger sei wichtig und finde bei der Polizei Beachtung. Wie erfolgreich dies im vergangenen Jahr gewesen sei, schilderten neben dem Landrat auch der Leiter der „Direktion Kriminalität“ Herr Kriminaldirektor Hans-Werner Winkelmann und Frau Hauptkommissarin Daniela Dässel.

Die Sicherheitslage im Rhein-Kreis Neuss sei durchweg stabil. Klar gäbe es immer wieder Straftaten, die besondere Aufmerksamkeit fänden, wie beispielsweise die Brandstiftungen in der Neusser Furth oder der Missbrauch des 11-jährigen Neusser Jungen, der seinen Verletzungen letztendlich erlag, jedoch habe die Kreispolizeibehörde mit einer „Aufklärungsrate von über 52% einen Wert erreicht, auf den man durchaus stolz sein kann“, so der Landrat.

Für die Statistik der Stadt Kaarst sehen die Zahlen sehr ähnlich aus: 99 Straftaten weniger als noch 2016 wurden registriert und beliefen sich auf 2075 Fälle. Zeitgleich konnte die Aufklärungsrate über alle Delikt-Varianten von 48,2% auf 51,8% erhöht werden.
Beispielsweise sank die Gewaltkriminalität (Straftaten gegen das Leben, Raub, schwere Körperverletzung, Vergewaltigung) von noch 2016 57 Fälle auf 44 Delikte. 77,3% der Fälle konnte aufgeklärt werden. Im Jahr 2016 betrug die Aufklärungsrate hingegen noch 79%.
Bezüglich der Straßenkriminalität, zu der auch Exhibitionismus, Sachbeschädigung oder Diebstahldelikte an und aus Fahrzeugen gehört, steig die Aufklärungsrate von 14,2% auf 17,5%.
Die Anzahl reiner Diebstahldelikte sank um 131 Fälle auf 835 gemeldete Taten, eine Aufklärung erfolgte in 21,4% der Fälle.

Alles in Allem gehört der Rhein-Kreis Neuss zu den sichereren Gegenden in NRW, dies beweist auch die Tatsache, dass der Kreis sich über Landesdurchschnitt befindet. Die Frage, ob es im Kreis Brennpunkte gäbe, mit denen etwa beispielsweise Duisburg und Dortmund zu kämpfen habe, verneinte Landrat Herr Hans-Jürgen Petrauschke klar und eindeutig: „No-Go-Areas, in denen selbst die Polizei keinen Einfluss nehmen kann, sind bei uns nicht zu befürchten.“

Teilen: